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25.11.2020 um 19:00 Uhr

Mit 70 hat man noch Träume

 

(Zweiter Brief an die Laufgemeinde in Lauda)

 

Liebe Lauftreffler (m,w,d),

 

Ihr fragt Euch beim Lesen dieser Zeilen vielleicht verwundert, warum ich erst jetzt das Wort an Euch richte. Zur Erklärung und zu meiner Entschuldigung möchte ich erwähnen, dass ich in vielfacher Hinsicht wahrlich nicht zu den Schnellsten im Lande zähle und außerdem seit frühester Kindheit an einer seltenen und  seltsamen Schreibschwäche leide, die leider nie offiziell als solche diagnostiziert und anerkannt wurde, aber in meiner Schulzeit oft nur zu mangelhaften Leistungen im Fach Deutsch führte. (Na ja, das ist jetzt aber wirklich ,,Schnee von gestern".)

 

Wovon ich Euch heute berichten will, ist der Marathon in Cuxhaven, der ursprünglich am 5. April 2020 stattfinden sollte, dann aber auf den 21. Juni und schließlich auf den 18. Oktober 2020 verschoben wurde. Sollte ausgerechnet das Jahr 2020 ein Jahr ohne Marathon werden? Auch das noch, neben den Absagen der Abi-Jubiläumsfeier und des ,,runden" Geburtstags? Die Zweifel waren groß. Aber da war immer auch die Hoffnung, dass es doch klappen könnte. Und was soll ich Euch sagen? Allen Befürchtungen zum Trotz gaben die zuständigen Behörden in Niedersachsen ihr ,,OK", und der Marathon durfte unter entsprechenden Auflagen (z.B. strenges Hygiene-Konzept

und eingeschränkte Teilnehmerzahl) abgehalten werden.

 

Dass der Termin zweimal verschoben wurde, bedeutete für Regina und mich aber, wir waren eigentlich ohne längere Unterbrechung seit Februar im Training. An dieser Stelle ein großes ,,Dankeschön" an Roland Rechtenwald und Herbert Steffny, an deren Trainingsplänen wir uns - allerdings sehr großzügig - orientierten.

Nach einigen längeren Trainingsläufen, den  Corona-Läufen über 21,1KM und 42,2 KM im Mai, dem ,,Harte Frau/Mann" Lauf im August und dem Corona-Messelauf über 21,1KM im September traten wir am 17. Oktober zuversichtlich die Reise in den Norden an.

 

Über den 14. Cuxhavener Stadtsparkassen Marathon selbst brauche ich nicht viel zu sagen, vor allem nicht denen unter Euch, die schon mal diesen langen und manchmal beschwerlichen  Weg auf sich genommen haben. Ein Marathon geht über 42,2KM, amtlich vermessen oder nicht, da gibt es keine großen Unterschiede. Hinsichtlich der Strecke hatten wir Glück: der Kurs war ziemlich flach, musste allerdings viermal durchlaufen werden, was sich besonders in der letzten Runde etwas schwierig gestaltete, weil  um die Mittagszeit doch schon viele freilaufende Passanten ungeniert den Deich entlang flanierten und uns regelrecht ,,ausbremsten". (Wobei das bei meinem Tempo eher kein großes Problem war.)

Als sehr angenehm empfand ich, dass Reginas Armin, sozusagen die kleinste Fangruppe des ETSV, tapfer und verlässlich an der Strecke ausharrte und immer ein aufmunterndes Wort für uns hatte.  In der dritten Runde allerdings verwirrte er mich mit seiner Aussage ,,Es geht nach Hause" doch für einen Moment. Ein Blick auf die Uhr genügte, und ich wusste, ich ,,durfte" eine weitere Runde laufen. Armin war außerdem in Personalunion Organisator und sicherer Chauffeur an diesem Wochenende. Dafür an dieser Stelle nochmals ,,Vielen Dank".

 

Abschließend sei noch gesagt, dass wir zu den vier Läufern des ETSV gehören, die dieses Jahr einen offiziellen Marathon gelaufen sind. Insgesamt kommen Regina und ich damit auf 40 Marathons. (Ich finde, das passt zum Jahr ,,Zwanzig-Zwanzig".)

 

Für den Statistiker Thomas  hier noch unsere Zeiten:

 

Regina: 4:25:57

ich: 4:17:54

 

Fazit: Manchmal werden Träume wahr

 

Bleibt in Bewegung und bleibt gesund!

 

Elmar, auch im Namen von Regina

 

PS: Da in diesem Jahr - verständlicherweise - nicht alle Wünsche in Erfüllung gehen konnten, hoffe ich, dass bei einem eventuellen Marathon im nächsten Jahr wieder mit lautstarker Unterstützung der gelb-gekleideten Fan-Meile gerechnet werden darf. 








32 Jahre Marathon…..und dann Corona!

Eigentlich hatte ich schon den Glauben seit dem Frühjahr aufgegeben, dass ich nach 32 Jahren Marathonlauf in Folge, einen offiziellen Marathon bestreiten könnte. Aber dann sollte es überraschenderweise doch klappen! In einem Marathonportal ergab sich die Möglichkeit, in München oder Thurmansbang bei Passau zu starten!
München, mit einem Nachtmarathon gegen 24:00 Uhr, schied von vornherein aus. Da kann ich auch nachts durch unsere Straßen „düsen“!

Der Dreiburgenmarathon in Thurmansbang hatte da schon viel mehr mein Interesse geweckt. Mit drei Halbmarathons im Trainingsgepäck war es dann am 24. Oktober soweit. 90 Starter trauten sich bei bestem Wetter den Laufwettbewerb zu bestreiten. Die Strecke musste zweimal durchlaufen werden! Die erste Runde konnte ich auch noch wirklich genießen. Es war ein wirklich schönes Lauferlebnis. Aber nach dem dritten großen Anstieg und Kilometer 30 kam der Mann mit dem Eisenhammer! Ein ständiges Auf und Ab und 1020 Höhenmeter waren dann auch für mich echt grenzwertig. Aber „Schmerz geht – Stolz bleibt!“ nach 3:59;20 Minuten war die Tortur endlich vorbei. (Ich bin ja selbst schuld!) Im Ziel erst einmal ein alkoholfreies Weizen, Platz 16 in der Gesamtwertung und Sieger in der Altersklasse M60.